Zahn-SOS

Bei einem Unfall wird ein Milchzahn gelockert oder ausgeschlagen…

Die Lockerung (Dislokation) oder der Verlust (Avulsion) eines Milchzahnes bei einem Trauma ist besonders im Schneidezahnbereich eine häufige Verletzung bei Kindern im lauffähigen Alter. Sollte ein Milchzahn durch ein Trauma seine Position geändert haben, bitte nicht eigenmächtig repositionieren. Ein eventuelles Zurückbringen des Zahnes in seine ursprüngliche Position sollte nur durch einen Zahnarzt erfolgen. Auch bei einem kompletten Zahnverlust entscheidet der Zahnarzt, ob ein Replantieren (Zurückstecken) möglich und sinnvoll ist. In beiden Fällen ist eine schnellstmögliche Kontaktaufnahme zu unserer Praxis erfoderlich.

Bei einem Unfall wird ein bleibender Zahn gelockert oder ausgeschlagen…

Auch die unfallbedingte Lockerung und Verschiebung eines bereits durchgebrochenen, bleibenden Zahnes erfordert eine möglichst schnelle Kontaktaufnahme zu Praxis. Eine eigenhändige Repositionierung kann für den Zahn schwerwiegende Folgen haben, denn häufig treten neben der Lockerung auch Risse in der Zahnwurzel auf. Daher sollte jeder Manipulation des traumatisierten Zahnes eine aussagekräftige Röntgenaufnahme vorausgehen.


Bei einem Komplettverlust des Zahnes (Avulsion) kommt es auf schnelles Handeln und die richtige Aufbewahrung und Handhabung des Zahnes an. So sollte der ausgeschlagene Zahn nach dem Verlust nur an der Zahnkrone und nicht an der Wurzel angefasst werden. Die Lagerung bis zum Eintreffen in der Praxis sollte in kühler H-Milch (max. ein Stunde) oder alternativ in isotonischer Kochsalzlösung (max. 30 Minuten) erfolgen.

Die Wunde im Mund sollte durch Aufbeißen auf ein sauberes Stofftaschentuch oder eine Mullbinde versorgt werden. In der Praxis wird nach Möglichkeit versucht, den ausgeschlagenen Zahn zu replantieren und zu schienen. Im Idealfall liegt für diese Situation zuhause bereits eine „Zahnrettungsbox“ bereit. Informationen dazu erhalten Sie von unserem Praxisteam.

Bei einem Unfall bricht ein Stück vom Zahn ab…

Eine Schneidezahnfraktur ereignet sich meist im Verkehr oder beim Sport. Dabei sind Jungs doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. In jedem Fall sollte das abgebrochene Stück Zahn, falls es wieder aufzufinden ist, bis zum Eintreffen in unserer Praxis in einer Transportlösung wie H-Milch oder isotonischer Kochsalzlösung aufbewahrt werden. Auch hier ist eine Zahnrettungsbox mit einer speziellen Nährlösung ideal. So trocknet die Zahnhartsubstanz nicht aus und das Stück kann in vielen Fällen mittels fließfähigem Kunststoff wiederbefestigt werden. Eine eventuell auftretende Blutung kann durch Aufbeißen auf ein Stück Gaze oder auf ein sauberes Stofftaschentuch komprimiert werden.

Aua, ein neuer Milchzahn bricht durch…

Jedes Baby oder Kleinkind reagiert individuell auf den Durchbruch der Milchzähne. Manchmal verläuft der Zahndurchbruch von Eltern und Kind unbemerkt, doch es fließt auch schonmal ein Tränchen. Das Aufbeißen auf spezielle Kühlringe oder eine leichte Fingermassage können die gereizte Stelle im Mund etwas beruhigen. Auch das Beträufeln der betroffenen Stellen mit Kamillen- oder Salbeitee oder das Auftragen von schmerzstillenden Gels (aus dem Drogeriemarkt) können Ihrem Kind etwas Linderung verschaffen. Bei nur leichten Durchbruchsbeschwerden hilft oft schon Spazierengehen, Spielen oder etwas mehr körperliche Nähe für mehr Wohlbefinden. Lang andauernde körperliche Beschwerden sollten nicht immer nur mit dem Zahnen in Verbindung gebracht werden, bei Unsicherheit diesbezüglich können Ihnen unsere Zahnärzte in Zusammenarbeit mit dem Kinderarzt weiterhelfen.
 
Bei jeder Art von Zahntrauma oder akuten Schmerzzuständen Ihres Kindes stehen Ihnen die Zahnärzte und Fachkräfte von Dr. Röper und Kollegen zur Seite - bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Außerhalb unserer Öffnungszeiten erfragen Sie den tagesaktuellen Notdienst für den Kreis Coesfeld unter 01805 – 986700.

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